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Unterschriften überreicht: Paderbornerinnen sind dabei

< Wie der Weg in eine zukunftsfähige kfd gelingt
10.03.2020

Marianne Völlmecke, die Vorsitzende Katharina Brechmann, Dorothee Brünger und die stellvertretenden Vorsitzenden Petra Tölle und Inge Dahlbüdding-Heintel vom kfd-Diözesanleitungsteam sind in Mainz dabei. Foto: kfd-Diözesanverband

Die Petition der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) „Ja zur geschlechtergerechten Kirche“ haben 115.000 Frauen und Männer unterzeichnet. Zur Übergabe nach Mainz sind Anfang März fünf Frauen aus dem Leitungsteam des Paderborner Diözesanverbands gefahren. In einer Meldung bedankt sich der kfd-Bundesverband bei allen Unterstüzerinnen und Unterstützern:

„Mehr als 115.000 Unterschriften haben wir gesammelt, das ist ein starkes Zeichen. Zu diesem großartigen Erfolg haben Sie beigetragen und dafür sagen wir von Herzen Danke. In Mainz haben wir die gesammelten Unterschriften überreicht. Kardinal Reinhard Marx und Bischof Franz-Josef Bode als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz sowie Thomas Sternberg und Karin Kortmann vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken haben unseren Unterschriften-Scheck entgegengenommen.

In Summe konnten wir sogar 131.215 Unterschriften übergeben. Denn parallel hat unser Schwesternverband Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) ebenfalls eine Petition gestartet. Vielen Frauen und auch Männern brennt der Wunsch nach einer Erneuerung der Kirche unter den Nägeln. Dieser Wunsch bestärkt uns in unserem Tun, und jetzt werden wir erst recht nicht lockerlassen.

 

Zur Wahl des Nachfolgers von Kardinal Marx heißt es: Der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing ist von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil begrüßt diese Wahl sehr. "Er gilt als bescheidener Reformer, dem nach eigenen Angaben 'abgehobener Kirchensprech' nicht liegt. Als starker Befürworter des Synodalen Weges steht er dem Forum Sexualmoral vor, von dem wir uns wegweisende Schritte in eine geschlechtergerechte Zukunft erhoffen. Für ihn ist die Frauenfrage 'elementar für die Zukunft der Kirche', daher freuen wir uns, mit ihm einen Fürsprecher für unsere Anliegen zu haben und die Diskussion auf Augenhöhe weiterführen zu können." Im Februar 2019 hatte Bätzing erklärt, der Pflichtzölibat solle abgeschafft werden. Den Zölibat hält er als Lebensform jedoch weiterhin für wertvoll, da auch Jesus so gelebt habe.

Als amtierender Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz hat Bätzing Erfahrung in diesem wichtigen gesellschaftlichen Feld gesammelt, so Heil. Sie sieht darin eine Chance, dass er künftig als Brücke zwischen den Menschen und Religionen fungiert: "Wir leben in einer Zeit, in der Rassismus in erschreckendem Ausmaß um sich greift, wo Hass offen im Netz und auf der Straße gesät und gezeigt wird. Wenn ihm gelingen kann, auch hier als Versöhner aufzutreten, wäre das ein großer Gewinn für ganz Deutschland."

Bei der Pressekonferenz zur Bekanntgabe seiner Wahl sagte Bätzing, für ihn sei das Abschlussdokument "Querida Amazonía" zur Amazonas-Synode von Papst Franziskus (Februar 2020) "nicht als Schlusspunkt, sondern als Aufruf zum Weitergehen" zu werten. Heil abschließend: "Wir wünschen ihm Kraft und Mut, die drängenden Fragen unserer Kirche unbeirrt anzugehen. Sehr gerne gehen wir, wo möglich, diesen Weg gemeinsam und wünschen ihm für den Neustart alles Gute und Gottes reichen Segen."


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