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Maria 2.0

Maria 2.0 - Wir bleiben draußen!

Zu folgenden Fragen wurden in Kleingruppen Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht und aufgeschrieben: 

Meine schönsten Erinnerungen an Kirche

·       Erlebte Seelsorge

·       Hochzeiten – Trauerfeiern

·       Kirchliche Hochfeste

·       Jugendkirche

·       Geborgenheit

·       Charismatische Seelsorger

·       Gemeinschaftsgefühl (durch Kirchentage, Gottesdienstvorbereitungen, Karneval, Demonstrationen)

 

Was gefällt mir konkret an unserer Kirche und sollte erhalten bleiben?

·       Gemeinschaftlich den Glauben leben – die Frohe Botschaft

·       Begegnungen, gegenseitiges Stärken im Glauben

·       Berührende Gottesdienste und Predigten, die die Menschen erreichen und an ihre Lebenssituation anknüpfen (kreuz und quer, Weltgebetstage)

·       Gelebte Ökumene

·       Feste und Riten feiern

·       Caritas, Kirchenasyl

Sakrale Bauten sind Orte der Ruhe – offene Kirchen

 

Was stört mich allgemein an unserer Kirche?

·       Machtstruktur und Hierarchie

·       Alles ist gesagt, Themen werden ausgesessen, es geschieht keine Veränderung (viele Worte – keine Taten)

·       Verschweigen von Missständen

·       Reformstau, Reformunwillen

·       Mangelnde Gesprächsbereitschaft

·       Es findet oft zu wenig Seelsorge statt, der Mensch wird in seiner Lebenswirklichkeit nicht mehr gesehen

·       Klassengesellschaft zwischen Geweihten und Laien

·       Eitelkeiten und Äußerlichkeiten sind Machtstrukturzeichen

·       Riesige Verwaltung

 

Diese Erfahrungen in und mit der Kirche haben mich besonders geärgert, verletzt oder traurig gemacht:

·       Missbrauch und Vertuschung

·       Ausschluss von Geschiedenen Wiederverheirateten (Kommunion und Arbeitsverträge)

·       Kritik wurde nicht ernstgenommen

·       Engagement wird wenig wertgeschätzt

·       Unehrlichkeit in der Kirche (Doppelmoral)

·       Kein Dialog – kein Gespräch auf Augenhöhe

·       Vor lauter Strukturen werden die Menschen vergessen

·       Umgang mit der Sexualität (gleichgeschlechtliche Beziehungen und Homosexualität)

·       Die Zeit mit Pfarrer Eickelmann und der Umgang durch Paderborn mit uns

·       Brief des Bischofs an alle Haushalte, der nur an die Haushaltsvorstände, meist die Männer, ging

·       Absage der angekündigten Regelgottesdienste parallel zu Maria 2.0 => Gefahr der Spaltung

·       Es entsteht der Eindruck, dass die Jubiläumsveranstaltung in St. Walburge wichtiger ist als die Seelsorge vor Ort

 

Wie sieht meine Traumkirche aus?

·       Einheit in Vielfalt

·       Niemand bleibt allein, wir haben uns im Blick

·       Taufwürde für Männer und Frauen ist gleich (gleiche Rechte für Amt und Ehrenamt)

·       Gemeinschaftlich / gemeinsam Kirche erleben

·       Frauen werden gleichberechtigt eingebunden

·       Seelsorge steht im Mittelpunkt

·       Keine Doppelmoral

·       Demokratische Strukturen

·       Ämter entsprechend ihrer Berufung

·       Eine Kirche ohne Pflichtzölibat

 

Was kann ich zur Veränderung beitragen?

·       In der Öffentlichkeit zum Glauben stehen (Zeugnis geben)

·       Meine Charismen einbringen

·       Eigene Ideen entwickeln – nicht zu allem „Ja und Amen“ sagen

·       Akzeptieren der Verschiedenheiten

·       Glauben mit Herz leben

·       Nicht resignieren – dabeibleiben

·       Offen sein für neue Formen

·       Kritisch sein, auf Missstände hinweisen, konstruktive Kritik laut äußern

Forderungen zu Maria 2.0

·       Wir streiken, weil wir uns um die Zukunft der Kirche sorgen

·       Dabei ist uns der Glaube wichtig

·       Wir wollen auf Augenhöhe mit allen kirchlichen Ebenen ins Gespräch kommen

·       Wir fordern, dass die Stellung der Frau sich in der Kirche verändert

·       Mit Sorge sehen wir, dass die Kirchen immer leerer werden und dass die nächste Generation nichts mehr mit Kirche anfangen kann

·       Wir sind überzeugt, dass sich die Machtstrukturen ändern müssen. Sie haben den Missbrauch begünstigt, sie verhindern einen gerechten Umgang mit allen Gläubigen, aber besonders mit uns Frauen

·       Wir fordern den Zugang der Frauen zu allen Ämtern

·       Wir protestieren nicht gegen die Priester vor Ort. Wir wünschen uns, dass sie sich mit uns für die Erneuerung der Kirche einsetzen

·       Wir fordern eine Erneuerung der kirchlichen Sexualmoral

Austausch und Diskussion

Montag, 13.05.2019 im Kirchenzentrum

 

 

Gottesdienst zur Aktion Maria 2.0


 

 

Unsere Forderungen an die Kirche

ab hier folgen die Originale

 

Meine schönsten Erinnerungen an Kirche:

Was stört mich allgemein an unserer Kirche?

Was gefällt mir konkret an unserer Kirche und sollte erhalten werden?

Diese Erfahrung in und mit der Kirche hat mich besonders geärgert, verletzt oder traurig gemacht:

Wie sieht meine Traumkirche aus?

Was kann ich zur Veränderung beitragen?

Wir konnten dank Ihrer Unterstützung 220 unterschriebene Postkarten an den Bundesverband senden und sagen DANKE!

Tausende Frauen und Männer sind dem bundesweiten Aufruf #MachtLichtAn am 12. Dezember 2018 und an weiteren Tagen im Dezember und Januar 2019 gefolgt, haben sich an rund 170 Orten vor einer Kirche zu Klage und Gebet getroffen und  Taschenlampen auf dunkle Kirchentüren gerichtet.

Liebe Frauen,

nach einigen Anlaufschwierigkeiten und einigen heißen Telefonaten haben wir uns nun kurzfristig noch entschlossen auch im Bereich des Pastoralen Raums Meschede-Bestwig mit einer zentralen Veranstaltung an der Aktion des kfd-Bundesverbandes #MachtLichtAn teilzunehmen. Wir wollen damit gegen den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche protestieren und gegen die langsame und zögerliche Aufarbeitung durch die Bischöfe.

Es wäre schön, wenn wir viele wären, die sich am Mittwoch, 12.12. um 18 Uhr für maximal eine halbe Stunde zu einem Klagegebet an der St.-Walburga-Kirche Meschede mit Taschenlampe oder Handy-Leuchte versammeln. (Es geht schon vor dem Glockenschlag los.)

Die Walburga-Kirche ist unsere Stiftskirche, die Mutterkirche fast aller (?) Kirchen in Meschede und Bestwig und damit der zentrale Ort im Pastoralen Raum für eine solche Demonstration. Wir wollen damit auch zeigen: Die kfd ist auch ein politischer Verband mit einer mächtigen Stimme innerhalb der Kirche.

Ich weiß, es ist Advent, jede von euch hat sicher noch andere, wichtige Termine. Vielleicht könnt ihr die halbe Stunde abzwacken. Wir hoffen auf viele Frauen und Männer - auf alle, denen die Kirche nicht egal ist.

! Bitte verteilt die Einladung doch in euren Gruppen, Freundeskreisen, Mail-Verteilern, gern auch auf Facebook und Twittern unter #MachtLichtAn !

Die Organisation hat zwar die kfd Mariä Himmelfahrt übernommen. Wir möchten aber gern im Namen des - nicht existierenden - Bezirks einladen. Ich hoffe einfach, das ist ok. Im Anhang findet ihr den Link des Bundesverbandes für weiter Informationen und die Pressemitteilung.

Viele Grüße

Ute Tolksdorf vom Vorstandsteam Mariä Himmelfahrt Meschede

bei Fragen Tel: 0170/8352918

 

Link zur Aktion des Bundesverbandes mit den Texten:

https://www.kfd-bundesverband.de/machtlichtan/

Suche

 

Nachbericht zu Maria 2.0

Zu einem alternativen Gottesdienst anlässlich der Aktion Maria 2.0 - dem Kirchenstreik der katholischen Frauen hatten sich rund 200 Frauen und Männer aus der Region vor der Kirche Mariä Himmelfahrt versammelt. Angesichts der sich leerenden Kirchen, betroffen vom Missbrauchsskandal und verkrusteten Macht- und Kommunikationsstrukturen, brachten sie dort die Sorge um ihre Kirche zum Ausdruck. In der Gemeinde Mariä Himmelfahrt unterstützen Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und kfd die Aktion, die in Münster entstand und von dort Kreise zieht.

Auch die Besucher des Gottesdienstes kamen nicht nur aus Meschede, sie reisten auch aus dem Raum Schmallenberg und Warstein an. Auch die Pfarrgemeinde St. Jakobus Remblinghausen und die Mescheder Caritas unterstützen den Kirchenstreik offiziell.

Der Gottesdienst war der Auftakt der Aktionswoche, in der die Frauen keine Kirche betreten und keine Ehrenämter ausüben wollten, um so ein Zeichen zu setzen für die fehlende Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.

Schon am Freitag zuvor hatten sie auf dem Markt über die anstehende Aktionswoche informiert. Am Montag kamen dann zu einem Austausch noch einmal 36 Christen im Kirchenzentrum zusammen, um über die Aktion, ihren Ärger und ihre Hoffnungen auf Erneuerung zu diskutieren.

Als Ergebnis formulierten sie:

Wir wollen auf Augenhöhe mit allen kirchlichen Ebenen ins Gespräch kommen.

Wir fordern, dass die Stellung der Frau in der Kirche sich verändert.

Wir fordern den Zugang der Frauen zu allen Ämtern.

Wir fordern eine Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an die heutige Zeit.

Wir protestieren nicht gegen die Priester vor Ort. Wir wünschen uns, dass sie sich mit uns für die Erneuerung der Kirche einsetzen!

Im Anschluss ist nun - nach einem Vorgespräch mit Pfarrer Michael Schmitt - zeitnah ein Gespräch mit Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralen Raum geplant.

Maria 2.0

Liebe Frauen, vielleicht habt ihr schon von der Aktion Maria 2.0. gehört?
Die Idee stammt aus Münster und weitet sich gerade aus. Vom 11. bis zum 18. Mai wollen die Frauen keine Kirche betreten und kein Amt übernehmen. Sie treten in den Kirchenstreik. Hintergrund sind Wut und Ärger über den Missbrauchsskandal und darüber, dass Frauen in der katholischen Kirche immer noch nicht gleichberechtigt sind.
Es geht ganz klar nicht gegen die Pfarrer und die Kirche vor Ort, sondern gegen die Strukturen - aus Sorge um die Zukunft der Kirche. Der Pfarrgemeinderat der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt und die kfd haben sich dafür ausgesprochen, die Aktion zu unterstützen. Wir werden alle Frauen auffordern, egal ob Messdienerinnen, Lektorinnen oder Kommunionhelferinnen, in der Maiwoche zu streiken. Pfarrer Michael Schmitt haben wir informiert. Konkret geplant ist ein Alternativ-Gottesdienst von Frauen am Sonntag, 12. Mai, um 9.30 Uhr vor der Kirche, zu dem natürlich auch die Männer eingeladen sind. Am Freitag, 10. Mai, soll auf dem Mescheder Wochenmarkt für die Aktion geworben werden.